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Berichte und Stories

Früher  oder
Xargosz der Plasmode  von Milos Jovanovic
 
Die Zeit war gekommen... Nichts war mehr hinter ihm, nichts auf das er noch glücklich zurückschauen konnte. Er war hergekommen um zu kämpfen und doch fühlte er sich so fehl am Platze. Die Vergangenheit hatte ihm viele Kämpfe beschert... zu viele, dachte er manchmal. In jenen Momenten, in denen er sich nicht mehr daran erinnern konnte woran er früher geglaubt hatte, in jenen Momenten machte nichts mehr Sinn in seinem Leben. 
Von außerhalb seines Käfigs hörte er den Sprecher der FEARLESS Arena den Namen seines Gegners rufen. ≥Und von dem schönen Heimatplaneten der menschlichen Rasse, der Erde, kommt ein Meister der Fearless Wettkämpfe! Begrüßen sie mit mir den großen Rif to Silver!!!„  Eine große Woge des Applauses erhob sich, als der Name seines Kontrahenten ausgesprochen war. Unbehagen erhob sich in Xargosz Inneren. Noch ein paar Augenblicke, dann würde auch sein Name aufgerufen und das Morden würde erneut beginnen. ≥Auf der anderen Seite, geehrte Besucher unserer Arena, ein Angehöriger des Volkes der Plasmoden. Ich bitte um einen erneuten Applaus für..„
Xargosz! Ich denke, du weißt, was du falsch machst. Ich habe doch recht Xargosz?„ "Was ist denn nun wieder? Was meint der Erstgeborene* . Meine Kampftechnik ist doch in Ordnung, oder etwa nicht?" Xargosz wurde nervös, denn der Tadel seines Lehrers kam unerwartet. Ein leichtes Zittern kündigte das Brechen seiner Konzentration an und er verlor das Gleichgewicht. Mit einem Aufschrei stürzte er vom Felsen, auf dem er seine Übungen ausgeführt hatte. ≥Ah! Erstgeborener - was?! Was habe ich falsch gemacht?„ fragte er unter Schmerzen. ≥Mein Freund - deine Konzentration war falsch. Du hattest Zweifel an dir selbst. Der Zweifel hat dich gefällt, nichts anderes.„ erwiderte der Erstgeborene gütig.
Wütend setzte Xargosz sich auf. Sein gewaltiger grüner Körper war gesäumt von Stacheln, die seine Haut durchstießen. Für einen Angehörigen eines anderen Volkes mußte er ein enorm häßliches Monster darstellen, doch für sein Volk war er eine Hoffnung. Wie jeder andere Plasmode, der in dieser schweren Zeit geboren wurde, war Xargosz dazu bestimmt, ein Krieger zu werden. Doch muß man den Plasmoden zugute halten, daß sie Xargosz niemals einen ≥Krieger„ genannt hätten. Sie nannten Mitglieder seines Standes ≥Erretter„. Es waren Leute wie er, deren Energieströme noch stark und schnell waren, die das Volk der Plasmoden sicherten. Xargosz selbst war stolz darauf, zum Krieger ausgebildet zu werden, doch wunderte er sich manchmal über seinen Lehrer. Der Erstgeborene war ein Meister des Kampfes und hatte schon viele Schlachten gesehen. Er hörte von seinen Dardani*   ständig wie sie Fortschritte machten und von ihren Lehrern immer neue Techniken des Tötens lernten, damit sie schnell an die Front kamen und in dem glorreichen Kampf um das Überleben ihrer Rasse kämpfen konnten.

Meine Konzentration stimmte nicht, Erstgeborener? Warum lehrt ihr mich Konzentration, wenn ich meine Kräfte stärken sollte für den nahenden Kampf?„ fragt Xargosz aufgebracht.
Sein Lehrer gab ihm ein freundliches Lächeln: ≥Weil, Xargosz, ich nicht möchte das du ein mordendes Untier wirst. Früher...früher Xargosz, da waren wir noch ein erleuchtetes Volk. Poeten brachten Meisterwerke hervor, die Geistlichen verschmolzen mit unserer Atmosphäre* , und Philosophen diskutierten den Sinn unserer Existenz.„ ≥Ja, Erstgeborener. Und zu früh fanden sie einen Sinn. Das nackte Überleben!„ ≥Oh, du meinst die Katastrophe, die unsere Heimat vernichtete?„ ≥Ja Erstgeborener, aber ihr wißt sicher mehr als ich über diese Zeit.„ ≥Fragst du dich manchmal, warum ich dir die Kunst des Krieges unwillig beibringe?„ ≥...ja Erstgeborener.„ ≥Ich denke, wir gaben zu viel an dem Tage, da wir nicht mehr um Hilfe baten, sondern sie uns nahmen. Ich denke Xargosz, daß an dem Tage, an dem unsere geehrten Vorfahren die Ki´Ara* versklavten, wir alle Rechte auf das Excumb*  vertan haben...„
Der Käfig öffnete sich und Xargosz sprang behende heraus. Sein massiger Körper ließ die Erde um ihn erbeben. Vor ihm war das Ende des Tunnels und draußen die Arena. Er erhob sich von allen Vieren und stieß einen grausigen Kriegsschrei aus. Er würde seinen Gegner in Stücke reißen. Er ließ sich wieder auf alle Viere fallen und stürmte aus dem Tunnel raus. 
Draußen erwartete ihn die dampfende Dschungel Landschaft Naljos, einer Welt die der FEARLESS Kompanie gehörte. Klug, dachte er, wirklich klug. Es wird lange dauern bis ich Rif finde. Ein spannendes Geschleiche und Gepirsche erwartet die Zuschauer, nun gut, sie sollen ihren Spaß haben. Mit diesen Gedanken durchstieß er das tiefe Unterholz und machte sich auf den Weg, seinen Gegner die Schärfe seiner Krallen spüren zu lassen.
Es war ein dreckiger Krieg. Die Plasmoden brauchten Energie für ihr Volk und griffen deshalb Jhelest an, eine Welt der Maygonen. Der Rat der Ersten*  hatte entschieden die Maygonen auf dem Planeten zu töten und sie dann, zusammen mit allen anderen Ressourcen des Planeten, zu Energie*  zu verarbeiten. Das schloß alle ein, Männer, Frauen und Kinder. Nicht, das die Plasmoden irgendeine Art von Mitleid den Kindern oder Frauen gegenüber empfanden. Für sie war die Vielgeschlechtlichkeit ein Zeichen der Schwäche der anderen Völker. Es gab keine Plasmoden ≥Frauen„ oder "Männer". Es gab einfach nur Plasmoden. Sie entstanden wenn eine bestimmte Menge von Energie zusammenkam. Die Energie, welche die Plasmoden brauchten war auf ihrem Heimatplaneten natürlich vorhanden gewesen. Als ihre Heimatwelt verloren war, entwickelten die Wissenschaftler Geräte, die ausgewählte Materie in die Energie umwandelte, die die Plasmoden benötigten. Sie selbst nannten diese Energie Prixas, Uranfang, da der erste Plasmode, einer Legende nach, aus dieser Energie hervorkam. Die anderen Völker halten diese Energie fälschlicherweise für Plasma. Daher ihre Bezeichnung: Plasmoden.
Dieser Krieg um Jhelest war es der Xargasz zu seinem ersten Twinax*  führte, denn er war einer von vielen, die aufbrachen, um Energie für ihre hungernde Rasse zu sammeln.
Die heiße Umgebung des Dschungels konnte Xargosz nichts anhaben, er hatte schon schlimmeres erlebt. Ab und zu blieb er stehen, um seine Umgebung zu erfühlen. Er, wie alle Plasmoden, hatte die Fähigkeit, seine Umgebung durch den allgegenwärtigen Energiefluß wahrzunehmen. Er schloß seine Augen und horchte. Der Wald war voller Leben und so war es schwer, die Energie eines einzigen Lebewesens auszumachen und doch... dort! Dort war die warme Energie, die vom Blute der Humanoiden ausging. Schwach zwar, doch mochte die ganze Energie um Xargosz herum die warme Energie nur als schwach erscheinen lassen. Leise schlich sich er näher. Er verharrte einen Augenblick, um zu hören ob sein Gegner sich bewegte. Kein Laut. Rif, wenn er es denn war, schien auch zu warten. Hinter einem großen Farnblatt schien die warme Energie am stärksten zu sein.
Mit einem Aufbrüllen erhob Xargosz sich auf seine Hinterläufe und riß den Farn weg. Er erstarrte. Vor ihm lagen die Reste eines gräßlich zugerichteten, maygonischen Leichnams. Ein Arm war zerfetzt, der andere nicht zu sehen, die Brust war aufgeplatzt, als ob jemand eine Bombe in seinem innerem gezündet hatte. Es schien, als hätte die FEARLESS Company nicht aufgeräumt nachdem der letzte Kampf entschieden war, oder sie hatten die Leiche einfach liegengelassen damit das Publikum einen gehörigen Schrecken bekam. Sie zahlten schließlich.
Ja, sie hatten sich sicher erschreckt, so wie Xargosz, Veteran vieler Schlachten. Er starrte auf die Reste des Maygonen, und wieder kamen die ungebetenen Erinnerungen...

 
Erschüttert blickte Xargosz um sich, der Nebel der Rache hatte sich von ihm gehoben. Jener Zustand, den die Plasmoden als Gefühle jener verstanden, die vor etlichen Jahren ansehen mußten, wie ihre Heimat vernichtet wurde. Der Verlust war so stark, daß noch heute, Jahre nach der großen Katastrophe, die Nachkommen diese hilflose Wut empfanden und zu mordenden Bestien* wurden. 
Um ihn herum lagen die Überreste einer ganzen Maygonen Kompanie. Zerfetzt, zerschlagen, von seinem Kristallsplitter zerteilt, lagen sie um ihn herum und in jenem Moment sah er die Augen seines alten Lehrers vor sich und in seinem Kopf schallte seine Stimme: ≥Früher Xargosz. Früher, da waren wir noch ein erleuchtetes Volk. Früher Xargosz...„
Verflucht! Mein Gebrüll wird Rif auf mich aufmerksam gemacht haben. Ich muß schnell weg hier, dachte Xargosz. Verdammt soll diese Leiche sein. Warum mußte es auch ein Maygone sein?
Mit schnellen Sätzen sprang Xargosz durch den Dschungel, denn er war sicher, daß Rif seine Fährte aufgenommen hatte. Er mußte ihn stellen, wo seine Waffen nicht zum Einsatz kommen konnten. Xargosz selber hatte nur seinen alten Kristallsplitter und sich selbst. Er würde Rif im Nahkampf stellen müssen.
Eine Feuersalve ließ Xargosz aus seinen Gedanken aufschrecken. Dort, zur Rechten hatte er etwas gesehen. Die Salve schoß an ihm vorbei. "Hahaha Rif, ein schlechter Schuß," dachte Xargosz triumphierend. Mit einem gewaltigen Satz stürzte Xargosz sich in den Busch, von wo aus die Salve gefeuert worden war. Und tatsächlich, ein Mensch gekleidet wie die Ninja aus alter Zeit, zog sein Schwert und machte sich für den Nahkampf bereit, die Schnellfeuer Waffe hing noch an seinem Gürtel. Doch er war nicht vorbereitet auf einen wütenden Plasmoden und die enorme Kraft, die hinter seinen Schlägen steckte. 
Er riß seine Katana* hoch, als die rechte, krallenbesetzte Pranke des Plasmoden auf ihn niederging.Gut Rif, dachte Xargosz, aber nicht gut genug. Die Kralle traf Rifs Kopf und riß die schwarze Maske von seinem Gesicht. Rif, ein erfahrener Nahkämpfer, hatte versucht auszuweichen. Dies und sein Schwert, das einen Teil der Kraft aufgefangen hatte, rettete seinen Kopf, im wahrsten Sinne des Wortes. Er flog durch die Luft und landete hart vor einem Baum. Zwei dicke rote Streifen zierten nun seine linke Wange. Mit weit aufgerissenen Augen packte er seine Katana und warf sie auf seinen Gegner. 
Xargosz war amüsiert. Was für ein hübscher Versuch Mensch, doch dieses Splitterchen, das ihr Schwert nennt wird mir nichts anhaben. Behende wich Xargosz der Katana aus, nur um von einer weiteren Salve des Ninjas beschossen zu werden. Diesmal traf sie und zog eine tiefe Furche durch seine Hinterläufe. Leuchtendes Prixas floß aus Xargosz Körper. Ballistische Geschosse! Verdammt sollst du sein! Nur normale Kugeln konnten die Außenhaut der Plasmoden, die von Prixas durchflossen wird, durchdringen. Das Prixas schützte die Haut vor anderer Energie wie zum Beispiel Laserwaffen.
Das sollst du mir büßen Mensch! Doch Rif zog eine Kugel aus seinem Gürtel und warf sie auf seinen Gegner. Rauch brach aus dieser Kugel hervor. Es wurde dunkel um Xargosz. Und zu allem Übel schoß Rif in den Rauch hinein der Xargosz nun umgab. Nicht viele Kugeln trafen, doch jene die es taten, schmerzten den Plasmoden um so mehr.
Reingelegt! Er hat mich reingelegt! Meine Beine sind verletzt, wohin soll ich jetzt? Xargosz hockte sich auf den Boden und schloß seine Augen. ≥Konzentration.„ flüsterte er zu sich selbst, während eine Kugel seine Brust durchstieß. Er sammelte das Prixas in seinen Beinen. Nur ein Versuch. Nur einen würde er haben.
Der Rauch verzog sich langsam und das Magazin von Rif war leer. ≥Nun Plasmode. Ich denke du bist so dumm wie alle anderen Gegner.„ hörte Xargosz ihn sagen während er seine Waffe erneut lud. 
Als der Rauch endgültig verschwunden war, sah Rif nicht was er erwartet hatte. Der Plasmode lag nicht, wie erwartet, in einer Pfütze leuchtender Flüssigkeit. Im Gegenteil er war nicht mehr da. ≥Bei allen Kami! Wo bist du? Wo versteckst du dich, du Biest?„ rief Rif mit rauher Stimme. Er lächelte: ≥Es scheint als wärst du doch ein zäher Gegner Plasmode. Nun, wohin magst du wohl gegangen sein mit zwei verletzten Beinen, hmm? Ich werde dich finden glaube mir. Was haben wir denn da?„ Mit diesen Worten stob Rif der leuchtenden Spur nach die er am Boden entdeckt hatte.
Xargosz war zu der Zeit hoch in den Bäumen des Dschungels und kletterte mit seinen gesunden Armen durch die dichten Baumkronen. Es hatte geklappt. Seine Kraft hatte für einen letzten großen Sprung gereicht. Es blieb nur die Frage, wie lange er sich verstecken konnte. Das Prixas tropfte die Bäume herunter. Rif würde der Spur folgen. Wie lange würde er brauchen, um festzustellen, daß Xargosz nicht vor ihm, sondern über ihm war. Verletzt, verletzt und gedemütigt wie damals auf Jhelest...
Trotz der Anfangserfolge war es den Plasmoden nicht vergönnt, Jhelest als Energiequelle zu nutzen. Die Maygonen schlugen zurück, härter und ausdauernder als erwartet. Nicht einmal die eingesetzten Cysionen konnten das Kampfesglück noch wenden. Es war vorbei auf diesem Planeten, und die Plasmoden zogen sich zurück. Xargosz lag verwundet im Schatten einer Häuserwand in der Hauptstadt Jhelest Prime. Er hatte gedacht, daß dies sein Ende war. Allein und unfähig, sich dem Excumb zu unterziehen. Doch es sollte anders kommen. Ein Twinax sollte ihn entscheiden lassen. Er war verwundet und hatte Angst, doch noch war er nicht besiegt. Er würde noch einige Feinde mitnehmen können. Er raffte sich auf und stolperte durch die Reste der Stadt. 
Die Plasmoden hatten alle verwendbaren Materialien mitgenommen und den Rest vernichtet. Schatten von Häuserskeletten warfen sich auf Xargosz, als er durch die Gassen ging. Es dämmerte. Um sich herum sah er so manche leuchtende Pfütze, die Reste seiner Kameraden. Er hätte sich ihr Prixas einverleiben können um zu überleben, doch der Glaube der Plasmoden verbot dies. Das Prixas im Körper eines Plasmoden war wie seine ≥Seele„ und somit Tabu. Doch er sah um so mehr Leichen seiner Feinde. Überall lagen sie, die Reste von Maygonen. Leichen, die sein Volk nicht hatte mitnehmen können, als der Befehl zum Rückzug kam. Hoffnungslos schlich Xargosz durch die Gassen, als ein Schimmer am Horizont seine Aufmerksamkeit wieder wach rief. Es war... konnte es sein? Es war ein Schiff plasmodischer Bauart. 
"Ja, sie müssen es sein," dachte Xargosz. "Es besteht noch Hoffnung!" Mit letzter Kraft begann Xargosz seine Schritte zu beschleunigen. Im Norden am Stadtrand, war das Schiff gelandet. Er mußte dorthin. Auf allen Vieren versuchte er so schnell wie möglich voran zu kommen. Als er gerade um eine Ecke laufen wollte, hatte er auf einmal ein Gewehr vor seinem Gesicht. Er blickte in die Augen eines schwer verletzen Maygonen, der sich gegen die Häuserwand lehnte. Blutete floß aus zahlreichen Wunden. Mit zusammengebissenen Zähnen blickte er Xargosz voll Haß an. Sein kurzer Blick nach Norden sagte Xargosz, daß auch er das Schiff gesehen hatte. Wäre der Xargosz gesund gewesen, hätte er den schwer verletzten Maygonen leicht töten können, doch in diesem Zustand würden sie sich wahrscheinlich eher gegenseitig umbringen. Der Maygone schaute Xargosz wieder an, ja, in seinen Augen sah Xargosz, daß auch er es erkannt hatte. 
Welche Ironie, dachte Xargosz, ein Twinax. Für dich sowie für mich...
.
Xargosz kletterte und kletterte. Er mußte nachdenken, eine Möglichkeit finden Rif zu überlisten. Gedankenverloren griff er nach dem nächsten Ast, doch da war keiner. Was zum...?Ein Lichtung? Verflucht sei mein Glück, eine Lichtung! Vor ihm breitete sich abschüssig eine weite leere Fläche aus, von Gras bewachsen. Es sah so aus, als hätte hier vor langer Zeit eine Bombe eingeschlagen. Die Lichtung war ein großer Krater. Im Dunstnebel konnte man weit entfernt den Dschungel wieder sehen. Was nun? Was bleibt mir? Wenn ich umdrehe wird Rif merken, daß das Prixas von oben kommt. Ich muß tiefer. Ich muß ihn stellen.
Unter ihm erreichte auch Rif die Lichtung, und wunderte sich. ≥Welches Spiel, spielst du? Hier endet die Spur.„ fluchte er. Ein Tropfen Prixas traf seinen Kopf. Er hielt es zunächst für Wasser, bis er durch seine Haare fuhr und sah, daß seine Hand leuchtete. Mit plötzlicher Erkenntnis schaute er nach oben. Er riß die Augen weit auf, als sich ein brüllender Plasmode aus den weit oben gelegenen Baumkronen auf ihn warf. 
Der Zusammenprall war hart und die beiden Kämpfer rollten den Abhang hinunter. Rif wehrte sich so gut er konnte, doch gegen den dornenbewehrten Körper des Xargosz und seine überlegene Kraft hatte er keine Chance. Es war überhaupt überraschend, und wahrscheinlich den zahlreichen Verwundungen Xargoszs zuzuschreiben, daß der Kampf so lange dauerte. Schließlich lag Rif halb bewußtlos vor Xargosz, der vor ihm kniete. Mit der linken hatte er Rifs Gewand gepackt und die rechte erhob sich zum letzten Schlag. Rif öffnete die Augen, er wollte seinem Gegner in die Augen blicken, wenn dieser ihn tötete. Und auf einmal sah Xargosz nicht mehr die Augen von Rif, sondern die eines Maygonen..

Sie blickten einander an. Plasmode und Maygone. Todfeinde. Beiden war bewußt, daß sie sich gegenseitig umbringen konnten. Und bevor Xargosz sein Twinax entscheiden konnte, ließ der Maygone sein Gewehr sinken. Er stolperte langsam rückwärts und schaute Xargosz die ganze Zeit an. Irgendwann drehte der Maygone sich um und humpelt wieder in die Stadt hinein. Ob er überlebt hatte, erfuhr Xargosz nie. Doch in jenem Moment kamen ihm wieder die Worte seines Lehrers: ≥Früher Xargosz. Früher waren wir ein erleuchtetes Volk...„

Xargosz blickte nun in die Augen eines anderen Schwerverletzten, in Rifs Augen. An jenem Tage, vor so langer Zeit, war er zum Plasmoden Schiff zurückgekehrt und man hatte seine Wunden geheilt.
Er hatte nach Jhelest noch in vielen Schlachten gekämpft. Damals hatte er die Worte seines Lehrers noch nicht verstanden. Jetzt verstand er sie. Es war das letzte was er dachte, denn Rif hatte das Zögern seines Gegners genutzt. Xargosz sah nur noch wie Rif seine rechte Hand hob, die 

F & M PS1 in der Hand. Ein Rattern der Waffe, die tödliche Geschosse in seinen Kopf pumpte, war das letzte, das Xargosz hörte und er hörte auch nicht mehr wie der FEARLESS Sprecher rief: ≥Was für ein spannender Kampf! Der Sieger heißt Rif to Silver!!!„

Email des Autors Milos Jovanovic milosj@web.de

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Die Plasmoden bringen den Alten großen Respekt entgegen und somit werden Ältere mit dem Titel ≥Erstgeborener„ angesprochen.  zurück

 
 
 
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 

Jene Plasmoden die zur gleichen Zeit entstanden fühlen eine besondere Zugehörigkeit zueinander daher der Ausdruck ≥Dardani„ : Schicksalsbruder zurück

 
 
 
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 

Da die Plasmoden größtenteils aus reiner Energie bestehen, wie wir aus Wasser, war bei ihnen die höchste Form der Existenz das verschmelzen mit der Prixas Atmosphäre ihrer Heimat. zurück

 
 
 
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 

Der Erstgeborene erzählt hier von dem ersten Krieg der Plasmoden in dem ihnen Hilfe nicht gewährt wurde und die wenigen Überlebenden der Katastrophe aus Verzweiflung einen Krieg begannen an dessen Ende sie die mitleidslosen Ki´Ara versklavt hatten.  zurück

 
 
 
 
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 

Excumb Ų Das bereits angesprochene Verschmelzen mit einer Quelle großer Energie.  zurück

 
 
 
 
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 

Eine mysteriöse Versammlung die die Plasmoden regiert. Wie gesagt, sind die Plasmoden eine Geronkratie, und somit herrschen die Ältesten. Die Mitglieder dieses Rates sollen angeblich die letzten sein die noch das Licht der alten Sonne, die über der Heimatwelt schien, gesehen haben, die ≥Ersten„ also die den neuen Weg der Plasmoden beschritten. zurück

 
 
 
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 

Was hier als ≥Energie„ bezeichnet wird ist die Umwandlung von Materie in, für die Maygonen, verträgliche ≥Nahrung„.   zurück

 
 
 
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 

Der Ansicht der Plasmoden nach besteht das Leben, aus mehreren Entscheidungen versinnbildlicht in was die Menschen als Positiv- und Negativladung von Energie verstehen. Diesen Glauben stellt Twinax dar, Scheideweg. zurück

 
 
 
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 

In Wahrheit ist dieser ≥Nebel„ eine Art Pubertät der Plasmoden die etwa eine Stunde dauert. Der Körper des Plasmoden wird von Energie durchflutet und gerät außer Kontrolle. Nach dieser ≥Pubertät„ ist ein Plasmode fähig länger ohne neue Energie auszukommen. Diese Tatsache wird von dem Rat geschickt genutzt um junge Plasmoden in den Krieg zu schicken, kurz vor ihrer ≥Pubertät„, denn in dieser Stunde sind sie wahrlichst schreckliche Gegner. 
Auf der alten Welt nannte man dies die ≥Nekwana„, Abnabelung, der Plasmode wurde in jener Stunde alleingelassen um sich von der allgegenwärtigen Energie auf dem Planeten zu entwöhnen. Dieser alte Brauch wird von den ≥Ersten„ aber geheim gehalten.  zurück

 
 
 
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 

Als Angehöriger der Ninja , trägt Rif to Silver natürlich keine Katana, sondern ein Schwert, daß man To nennt. Das Wort "Katana" ist jedoch bekannter, da es das Schwert der alten Samurai war. Daher hatte sich dieser Fehler so lange halten können.  zurück

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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