Melvin: Das heißt also, daß Sie auf die Patzer der Konkurrenz bauen müssen?
Kay Reichelt: So habe ich es nicht gesagt. Wir werden immer unser Bestes geben, aber manchmal ist es schon besser wenn ein Gegner mal patzt, da es dann für uns leichter wird. Zur Not schaffen wir den großen Coup aber
auch aus eigener Kraft.
Melvin: Um in dedm Zusammenhang noch einmal kurz auf Ihre lange Vorbereitungszeit zu sprechen zu kommen: Wie sehen eigentlich Ihre Trainingsmethoden aus? Gibt es ein spezielles Programm, das Sie verfolgen? Immerhin müssen Cysionen und Plasmoden wohl doch anders behandelt werden als andere Kämpfer.
Kay Reichelt: Man muß sie schon bei Laune halten. Ab und zu ein paar Trainigsspiele lockern das Klima im Team schon auf. Was die Trainingleistungen angeht, muß man sagen, dass sie immer an ihre Schmerzgrenzen herangehen und meist auch überschreiten. Man muß schaun, dass sie ihre natürgemäße Aggression in der Arena auslassen und nicht an Betreuern und Fans. Aber wir haben ja schon so lange Erfahrung im Umgang mit ihnen gesammelt, dass alles schon Routine wird. Im Endeffekt ist es fast wie in jedem Team, bloß dass sie nach der Trainingseinheit nicht einen Trinken gehen.
Melvin: Das klingt mir ein wenig nach Tierdressur in Zirkus oder Zoo.
Kay Reichelt: Ich würde nicht sagen, dass es Tierdressur ist. Eher eine Art Extremtraining, was der Natur der Plasis und Cysis entspricht. Wie schon gesagt, sind sie recht fortschrittlich. Einziges Manko ist, dass sie nach dem Motto leben: „der Stärkere überlebt“. Wir müssen auch höllisch aufpassen, dass eine Trainigseiheit nicht eskaliert und wir mit einem Kämpfer weniger auskommen müssen. Bei dem Umgang der Plasmoden mit den Cysionen sehe ich kein Probleme, da unsere Teamleader aufgrund der Kastenstruktur niemals direkt von Cysionen aus den eigenen Reihen angegriffen werden. Auch bei unseren Cysionen untereinander gibt es keine Probleme, da jeder weiß, dass er ein wichtiger Teil des Teams ist. Letzetendlich ist es aber auch meine Autorität, die die meisten Zwistigkeiten bereinigt, bzw. gar nicht erst entstehen lässt.

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