Die Maygonen-Story 
(in Stichpunkten)
von Bernd Siepmann

Sehr früh, wenn man die Entwicklungsgeschichte betrachtet, begannen die Maygonen nach den Sternen zu greifen. Ihre Wissenschaftler waren und sind auch heute noch äußerst brillante Köpfe. Nachdem sie die Kernfusion entwickelt hatten, begannen sie Raumschiffe zu konstruieren, um ihre Nachbarplaneten zu erforschen. Schnell wandte man sich auch weiter entfernten Zielen zu. Einen ausgeprägten Sinn zum Wirtschaftlichen und zur Ausbeute von Rohstoffen, ließ das maygonische Reich entstehen und unaufhörlich wachsen.
Doch dann gab es einen Unfall. Die Herrscherfamilie starb bei einer Kollision zweier Raumschiffe. Die Opposition beschuldigte Terroristen, doch es gab keine, die diesen ≥Unfall„ auf sich nahmen.
Große Wortduelle begannen zwischen den Familien. Eine Familie beschuldigte die andere, am Tod der Herrscherfamilie beteiligt gewesen zu sein, weil es ihr den größten Nutzen bringen würde, bis aus dem Streit der Worte ein Kampf mit Waffen wurde. Über hundert Jahre Krieg ließen das Reich dahinschmelzen, Planeten wurden aufgegeben, Ressourcen gingen verloren, ganze Systeme wurden zerstört.
Doch dann beendete die Familie Meerr den Kampf. Das Familienoberhaupt Va Ro Meerr setzte sich selbst als Imperator ein und begann das maygonische System umzustrukturieren. Er führte ein System ein, das die Menschen als Kasten bezeichnen würden und gab seinen ≥Schäfchen„ wieder ein Ziel. Sie sollten das Weltall erforschen und ihre Zivilisation auf andere Planeten tragen. Neue Technologien wurden entwickelt und auch neue Planeten erobert. Lebensformen, die sich weigerten oder nicht ins System paßten, wurden ausgelöscht oder unterjocht.
Im Jahre 234 neuer Zeitrechnung entdeckten die Maygonen einen Satelliten absolut fremder Bauart. Schnell entschlüsselte man die Botschaft und ermittelte den Standort, von dem sie ausgeschickt worden sein mußte. Die erste Expedition wurde ausgeschickt, um zu erforschen, was das für eine merkwürdige Rasse sein mußte, die versuchte die Aufmerksamkeit fremder Rassen auf sich zu lenken. Was die Maygonen antrafen war ein Volk, das viel weiter entwickelt war, als es der Satellit erwarten ließ. Mit Argwohn beobachtete man, wie schnell sich die Rasse ausbreitete. Sie würde kein einfacher Gegner sein, wenn man sie als Feind hätte.
Doch dann ereignete sich etwas, das die Maygonen vollkommen überraschte. Außenposten wurden von einer Macht angegriffen, die ungeheuer stark und brutal war. Planeten und Systeme meldeten sich nicht mehr. Fieberhaft suchte man nach Schwachstellen des Gegners, der sich selbst Plasmoden nannte und kaum zu bekämpfen war. Sogar die Heimatwelt konnte den Angreifer nicht abwehren. Jahr für Jahr fanden diese blutrünstigen Plasmoden neue Planeten, die unter der Herrschaft der Maygonen standen und nahmen von ihnen Besitz.
Die Maygonen nahmen die ersten Kontakte mit der Rasse auf, die sich Menschen nannte und von der sie sich neue Ideen erhoffte, um ihre Peiniger zurückzuschlagen.
Fast zeitgleich entdeckten Forscher der Maygonen wie auch der Menschen auf einem Planeten mit Namen Sojus 5 den Stoff ≥Troniton„, die Menschen nannten ihn ≥C5„. Ein Konflikt bahnte sich an, da Maygonen wie auch Menschen den Stoff für sich beanspruchten. Ein 2-Fronten-Krieg war aber sicher genau das, was sich die Maygonen nicht leisten konnten und so beschloß der Rat, man sollte versuchen die Menschen als Verbündete zu gewinnen. So wurde der erste Pakt geschlossen in der Geschichte der Maygonen. Er hieß ≥allgemeiner Beistandspakt„. Sicherlich klug gewählt. Die Menschen würden kaum erahnen, auf was sie sich da einließen, aber ihre Gier nach dem technischen Know How brachte sie wohl dazu, alles zu unterschreiben, wenn sie nur mehr davon bekommen konnten. Und man gab es ihnen: Antriebe für ihre Kreuzer und Schlachtschiffe.
Die Menschen kämpften gut, hatten aber ebenfalls schwere Verluste. Sie machten sie aber wett, durch eine starke Population, ihre Droiden und ihre Guardians‚s, mächtige Kampfroboter. Waren sie zerstört, wurden einfach neue gebaut. Der Mensch war ideenreich und er hatte den Stoff, der seine Waffen gefährlich machte, allerdings auch unberechenbar. ≥Troniton„ oder ≥C5„ veränderte die Maschinen oder besser gesagt ihre hochempfindlichen Gehirne. Das erkannten die maygonischen Wissenschaftler viel früher als ihre menschlichen Kollegen.
Auf Talos bekamen die Truppen der Allianz dies zuerst zu spüren, als ganze Einheiten von Droiden und Guardians den Dienst versagten. Der Sieg war deutlich gefährdet, doch der Einsatz der Menschheit war groß und man gewann dann doch noch die Überhand über die Plasmoden und ihre fürchterlichen Krieger.
Ein Waffenstillstand brachte einige Jahre später eine Verschnaufpause in der man sich wieder anderen Dingen zuwenden konnte. Zum Beispiel der Erforschung der Menschheit.

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