| Die Planeten des Wanen Systems:von Christian Boisten |
Das sogenannte
Wanen System wurde am 09.08.2557 durch ein Forschungsschiff der höchst
zweifelhaften Neuen Thule Gesellschaft entdeckt, die die einzelnen Planeten
und Monde nach Figuren aus der nordischen Mythologie benannten. Die NTG
ließ das System umgehend registrieren und meldete Ansprüche
an. Da das Erdimperium jedoch die Konten der Organisation wegen ihrer angeblichen
Nähe zu verfassungsfeindlichen Terrorgruppen einfrieren ließ,
konnten die ehrgeizigen Besiedlungspläne nicht in die Tat umgesetzt
werden.
Die Megakonzerne
haben wenig Interesse an Wanen, weil es hier nur verhältnismäßig
ge-ringe Bodenschätze gibt und es auf dem einzigen bewohnbaren Planeten,
Thor, immer noch Cysionen gibt, die hier im April 2558 von Plasmoden ausgesetzt
und am 21 April desselben Jahres von einem Imperialen Kreuzer entdeckt
wurden, der die Plasmoden durch das System verfolgte. Der Cysionenbau war
noch relativ klein, als die Bomben fielen. Der Kreuzer warf Laserminen
über dem Gebiet ab und nahm dann die Verfolgung wieder auf. Im März
2560 entdeckte eine Patrouille der Imperialen Streitkräfte lebende
Cysionen auf Thor.
Am 6 Juli
2560 erreichte ein Forschungsschiff der Erdregierung Wanen, um nach den
Cysionen zu sehen. Dabei entdeckte Dr. Dan Candur eine Cysionenabart, die
er H-Type nannte. Im Gegensatz zu anderen Planeten war es den Cysionen
auf Thor offensichtlich nicht möglich, riesige Populationen zu bilden
und den Planeten zu verwüsten. Candur geht davon aus, dass es unter
anderem an den riesenhaften Fleischfressern liegt, die auf Thor leben und
die er als Spezies 581 katalogisiert hat. Thor ist damit neben dem maygonischen
Planeten Amosia eines der wenigen Ökosysteme, in das sich der Cysione
eingegliedert hat und wird sicherlich immer wieder Ziel von Forschungsexpeditionen
sein.
|
Skalli & Hati: Diese beiden kleinen Planeten bewegen sich auf einer Umlaufbahn um die Sonne des Wanen Systems. Sie wurden nach den vor und hinter der Sonne laufenden Wölfen aus der Edda benannt, die diese (die Sonne) zur Eile antreiben. Vermutlich spielte dabei auch die tiefgraue Farbe der beiden Planeten eine Rolle. Skalli misst 1583 km im Durchmes-ser, Hati 2341 km. Durchschnittliche Temperatur auf beiden Planeten + 180° C. Keine Monde, keine Atmosphäre, keine nennenswerten Bodenschätze. |
|
Thund: Benannt nach dem schwer zu passierenden Fluss nach Walhalla ist Thund eigentlich kein Planet, sondern ein riesiger Asteroidenring, der von den Kartographen jedoch wie ein Planet behandelt wurde und sich zwischen dem ersten und dem dritten (aber eigentlich zweiten) Planeten erstreckt. Durchschnittliche Breite 42062 km. Aufgrund der Größe ist die Angabe einer durchschnittlichen Temperatur oder von möglichen Bodenschätzen unmöglich. |
|
Aegir: Offiziell als dritter Planet eingetragen ist Aegir auch gleich der größte Planet des Wanen Systems. Durchmesser 145901 km. Die dichte Atmosphäre besteht zum größten Teil aus Wasserstoff. Allerdings fand man bei der Untersuchung auch einen nicht gerade geringen Anteil eines unbekannten Gases, das wahrscheinlich für die tiefblaue Farbe des Planeten ver-antwortlich ist. Durchschnittstemperatur – 50° C. Größere Mengen an Chrom und Mangan. Aegir hat drei Monde. |
|
Odin: Erster Mond von Aegir. Durchmesser 7130 km, dünne Stickstoff- Atmosphäre, geringe Mengen von Eisen und Kobalt. Aegir verfügt über eine Reihe aktiver Vulkane, die sich aber fast alle in einem Gebiet zu befinden scheinen und regelmäßig Asche in die Atmosphäre blasen. Daher wirkt der Planet anthrazitfarben. Durchschnittliche Temperatur – 102° C. |
|
Thor: Der zweite Mond von Aegir hat einen Durchmesser von 13045 km und ist stark be-waldet. Durchschnittstemperatur +25° C. Fauna und Flora des Planeten sind in etwa ver-gleichbar mit dem, was man auf der Erde im unteren Jura- oder oberen Kreidezeitalter ver-mutlich angetroffen hätte. Das gefährlichste Landlebewesen ist sicherlich die Spezies 581, ein riesiger, sich auf zwei langen Beinen fortbewegender Karnivore. Thor hat einen Mond. |
|
Mjöllnir: Ein brauner Gesteinsbrocken mit 1802 km Durchmesser. Keine Bodenschätze, keine Atmosphäre. |
|
Sif: Der dritte Mond Aegirs hat eine hellgelbe Farbe, was an dem hohen Schwefelanteil in der Atmosphäre des Planeten liegen dürfte. Allerdings hat man angeblich auch hier Anteile eines bisher unbekannten Gases gefunden. Durchschnittstemperatur – 10° C. Durchmesser 5200 km. Keine bekannten Bodenschätze. Sif hat zwei Monde, Magni und Modi. |
|
Magni: Mit 2041 km Durchmesser der größere der beiden Monde verfügt Magni weder über eine Atmosphäre, noch über Bodenschätze. |
|
Modi: Beide Monde wirken violett, wenn sie von der Sonne angestrahlt werden, ein Effekt, der höchst wahrscheinlich mit dem besonderen Sand zusammenhängt, der Magni und Modi bedeckt. Durchmesser 890 km, keine Atmosphäre, keine Bodenschätze. |
|
Jörmungandr: Benannt nach der erdumgürtenden Schlange ist Jörmungandr (wie Thund) eigentlich kein Planet, sondern ein riesiger Asteroidenring, der von den Kartographen jedoch wie ein Planet behandelt wurde und am äußersten Rand des Wanen Systems verläuft. Jörmungandr gilt offiziell als vierter Planet. Durchschnittliche Breite 80102 km. Aufgrund der Größe ist die Angabe einer durchschnittlichen Temperatur oder von möglichen Boden-schätzen unmöglich. |