Ein "Kampfbericht"    (Markus Boenke)  home
Seid gegrüßt!
Mein werter Name ist Kurmas und ich fröne einer Leidenschaft, von der ich Euch hier kundtun möchte. Ich bin begeisterter Anhänger der magischen Duelle, welche unter dem Namen „Magic Challenge“ geläufig sind und von meiner letzten Begegnung möchte ich hier berichten.
Wir verabredeten uns insgesamt zu dreien und wählten ein schlichtes Kampffeld - nur einige wenige Wäldchen in kreisförmiger Anordnung. 
Zudem einigten wir uns darauf, dass jeder nur eine einzige Rasse von Kreaturen beschwören dürfe, was darauf hinaus lief, dass ich selbst mich für Orks entschied, während Ybbon die Gegenwart von Amazonen vorzog und Loe zum Herrn der Goblins wurde. So bezogen wir Position.
Meine beiden werten Gegner begannen damit, sich je einen Schützen zu erschaffen, was darauf hinwies, dass sie nicht allzu forsch an die Sache herangehen wollten und die Lage eher aus der Distanz zu kontrollieren gedachten. Um dem entgegenzuwirken erschuf ich mir drei leicht bewaffnete Orks und sandte sie forsch voran. Darauf reagierend tat es mir Ybbon gleich und warf seine leichten Waffen den meinen entgegen, während Loe ebenfalls ein wenig leichtes Fußvolk erschuf, was er kurz darauf wiederholte, ohne dabei jedoch wirklich aktiv zu werden. Nur sporadisch sandte er seine Kreaturen in den Kampf, während sowohl Ybbon als auch ich, weitere leicht Bewaffnete beschworen und ein erster Schlagabtausch entbrannte.
Um dem guten Loe ein wenig zu Leibe zu rücken, ließ ich in der Folge einen Schützen entstehen und bewegte mich selbst im Schutze meiner Krieger auf ihn zu. Auch Ybbon wagte sich nun vor und so zogen wir mehr oder minder gemeinsam gegen Loe, der darauf auch prompt reagierte, indem er einige schwer bewaffnete Krieger erschuf, die Ybbon und mir das Leben recht schwer machten.
Zufrieden mit dieser Beschleunigung des Verlaufs sah ich, dass der gute Ybbon sich ein wenig zu weit vorgewagt hatte und dies galt es auszunutzen. Mich selbst in Gefahr begebend stürmte ich auf Ybbons Kriegerinnen zu, wohl wissend Schaden zu nehmen, doch der, den ich ihm zuzufügen gedachte war größer. Ich erschuf meinerseits schwer Bewaffnete und während Ybbon sich
noch der Angriffe Loes erwehrte, erschienen meine Krieger direkt vor Ybbon und griffen ihn auch umgehend an. Mit schwer angeschlagenem Energieschirm zog er sich zurück und erschuf eine Handvoll Kreaturen, die meine Krieger aufhielten. Doch, ach, ich hatte mich verschätzt! Loe hatte gutes Glück beim Kampf gegen Ybbon und konnte es sich leisten, meinem kleinen Häufchen „wandelnder Schutzschilde“ nicht weniger als vier schwer bewaffnete Goblins entgegen zu werfen, von denen mich einer tatsächlich erreichte! Dies, gepaart mit den leichten Kriegerinnen Ybbons, schädigte meinen Schutzschild erheblich, so dass mir nur mehr die Flucht blieb. Hilflos musste ich mit ansehen, wie sämtliche meiner Kreaturen vernichtet wurden! Hektisch lief ich vor den flinken Goblin-Kriegern davon, (Verflucht seien sie! Verflucht sei ihre Schnelligkeit!), meinen Energieschirm beständig verstärkend.
Unterdessen hatte Ybbon sich von der Umklammerung Loes befreien können und marschierte nun auf ihn zu, in der Gewissheit, dass ich vorerst keinerlei Gefahr mehr darstellte. Begünstigt wurde dieser Vorstoß dadurch, dass Loe zu viel Geschwindigkeit aus der Partie nahm und sich einen kleinen Verteidigungsring aufbaute, so dass Ybbon während seines Marsches ebenfalls eine Menge Kreaturen zu erschaffen in der Lage war. Und diese Verlangsamung brachte mich zusätzlich in Bedrängnis. Zwar ergab eine kurze Analyse der Situation, dass ich noch eine vage Chance gegen die vier Goblins hatte, doch dies war kaum mehr als ein Strohhalm. Mir wäre es wesentlich wohler gewesen, wenn die beiden anderen sich schneller zu einer Entscheidung durchgerungen hätten, denn so wurde die gesamte Sache sehr knapp. Zu knapp für meinen Geschmack, doch ich greife vor.
Während ich also weiter von Augenblick zu Augenblick durchhielt, flüchtend und den Schild erneuernd, spürte ich, wie sich meine Macht langsam aber stetig wieder aufbaute. Zeitgleich begannen Loe und Ybbon am anderen Ende des Schlachtfeldes ein Scharmützel. Fast schien es, als warteten sie nur darauf, dass ich endlich aufgeben musste und so hielten sich die beiden bedeckt, während sich ihre Krieger irgendwo in der Mitte trafen und neutralisierten. Letztlich
wurde es Ybbon jedoch zu lang und er ließ eine gekonnte Angriffswelle auf Loe los. Dieser hatte
sich nämlich zu sehr darauf konzentriert, leicht und schwer bewaffnete Kreaturen zu erschaffen, um stets möglichst viele Krieger zu seinem Schutz zwischen sich und Ybbons Kämpferinnen zu wissen. Ybbon hingegen hatte, von Loe zu spät bemerkt, eine erkleckliche Anzahl Schützinnen erschaffen. Mittels dieser konnte er den Sturm seiner schwer bewaffneten Kriegerinnen gut vorbereiten, so dass er Loe schon bald in die Ecke gedrängt hatte.
Nahezu zeitgleich hatte ich endlich genügend Energie angesammelt, um nicht nur meinen Schirm wieder aufzuladen, sondern zumindest einen Kämpfer zu erschaffen. Glücklicherweise erfüllte dieser Bogenschütze die in ihn gesetzten Hoffnungen und schaltete einen meiner Häscher aus. Damit war der Bann gebrochen! In der Folge konnte er sogar noch einen zweiten Goblin ausschalten, während ich mich langsam in Richtung des Kampfgeschehens bewegte. Und dann kam mir Ybbon unfreiwillig zu Hilfe. Während ich mich allmählich wieder in eine bessere Position gebracht hatte, hatten seine Amazonen auch die letzten Widerstandsversuche Loes gebrochen und dessen Energieschirm zerstört, so dass die letzten beiden meiner Verfolger sich auflösten. Nun hatte sich das Blatt endgültig gewendet und es ging in die entscheidende Phase des Kampfes!
Aufeinander zugehend erschuf ich neue Kreaturen, während Ybbon seine angeschlagenen Kriegerinnen heilte. So trafen sie aufeinander und der Kampf wogte hin und her. Wir schenkten uns nichts, doch letztlich gewannen Ybbons Truppen die Überhand. Einige von ihm erschaffene schwer Bewaffnete brachen auf der Flanke durch und ebneten den Weg für seine beiden noch verbliebenen Bogenschützinnen. Zwar gab mir das noch die Gelegenheit, drei leicht bewaffnete Orks zu erschaffen, die ihn angingen, doch es war vorbei. Durch einen kleinen Stellungsfehler meinerseits war es Ybbon möglich, höchstpersönlich meinen Energieschirm unter Beschuss zu nehmen, so dass sich dieser in Wohlgefallen auflöste und ich die Waffen strecken musste. Der Kampf war vorüber.
Nun, dies soll es gewesen sein. Ich hoffe, dass dieser Bericht einen kleinen, unterhaltsamen Einblick in unsere Begegnung gewährt hat. Vielleicht darf ich ja in nächster Zeit den einen oder anderen von Ihnen selbst einmal auf dem Kampfplatz begrüßen. Bis dahin wünsche ich Ihnen alles Gute.
Ihr werter
  Kurmas

p.s.:  Die Situation, in der ich von den vier Goblins gehetzt wurde, hat mir keine Ruhe gelassen. Es war eine frustrierende Angelegenheit und so setzten sich Ybbon, Loe und ich nach der Partie zusammen und entwickelten einen neuen Zauber. Nun, nicht wirklich „neu“. Vielmehr modifizierten wir den Aufbau des Energieschirms, so dass von nun an die energetischen Fluktuationen bei der Induktion des Schirmes verstärkt werden, was in der Folge eine kleine Entladung nach sich zieht, die eine gegnerische Kreatur zu vernichten in der Lage ist. Dies erschien uns akzeptabel unter den Prämissen, dass wir uns in letzter Not verteidigen können und dabei nicht zu heftig zu Werke gehen. Wie sich dies in der Praxis verhält, wird von uns in den nächsten Tagen noch versucht werden müssen, doch wir sind guter Dinge.