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Same procedure as last year?
Deutsche FEARLESS Meisterschaft 2001 
 

(Markus Boenke)

Nein, das Ganze wird keine Hommage an “Dinner for One”, sondern ist ein Tatsachenbericht zum Finale der Deutschen Fearless-Meisterschaft 2001.
Wie schon im vorangegangenen Jahr standen sich auch heuer wieder die „French Connection“ unter der Leitung von Martin Springorum und die „Bonebrackers“, angeführt von Jens Jany gegenüber. Ja, richtig gelesen, es war gewissermaßen ein Rückmatch des letztjährigen Finales, zumal sich beide Teams im Vergleich zur letzten Meisterschaft auf keiner Position verändert haben – getreu der Devise „Never change a winning team.“.
Doch so prickelnd diese Ausgangslage auch klingen mag, so schleppend begann das Match. Nichts innovatives, nichts kreatives nichts gewagtes. Taktische Zwänge bestimmten das Geschehen (Kunststück, wenn sich ein Haufen Todessterne auf zwei Beinen und jede Menge Kämpfer in Ritterrüstung begegnen.).
Nacheinander brachte die „French Connection“ zunächst den G 2k II, der sich umgehend als Hausbesetzer und Fassadenkletterer einen Namen machte, Xrahrax, der die Sache ruhig angehen ließ und seinem Blechkollegen dann folgte, sowie VHOM, der, dreimal darf man raten, auch aufs Dach stieg. Die „Bonebrackers“ dagegen agierten ein wenig zielstrebiger, mit Zug zum Gegner. Sowohl Hkrkrxar, als auch der G 2k II und der C-Type bewegten sich ordentlich in Position, was die Zuschauer in freudige Erregung versetzte. Allerdings sah das Ganze vielversprechender aus, als es war, denn nun wurde das Spiel recht statisch.
Zwar fiel hier und da mal der eine oder andere Schuss, doch außer, dass es gut aussah,  brachte es nichts. Vom reagieren hielt auch niemand was und das Stellungsspiel war auch dahin. Planloses vor und zurück war an der Tagesordnung, da niemand ein Risiko eingehen wollte. Erster Unmut machte sich unter den Zuschauern breit, doch kurz bevor es zu ersten Ausschreitungen kommen konnte, besannen sich die Teams auf das eigentliche Ziel des Spiels und bliesen zum Angriff.
Nachdem sich die „Bonebrackers“ kollektiv in einem kleinen Waldstück verschanzt und die „French Connection“ endgültig eine gute Stellung bezogen hatte, begann der Tanz, wobei die „French Connection“ mit einer unfreiwilligen Einlage des G 2k II für den Startschuss sorgte. Mutig die Initiative ergreifend hüpfte dieser vom Dach zu seinen Kameraden hinab und ließ es sich nicht nehmen, einen kleinen Salto zu versuchen. Dabei übersah er allerdings, dass das Dach bei weitem nicht hoch genug für so ein Kunststück war und schepperte ungebremst der Länge nach hin. Dieser Rumms war die Initialzündung und die „Bonebrackers“ attackierten, wenn auch vorerst noch recht erfolglos, so dass die Schüsse des G 2k II und das anspucken des C-Type daneben gingen. Doch auch ihre Gegner waren zunächst nicht besser und so verfehlte auch Xrahrax sein Ziel. Dennoch war nun Leben in der Bude.
Der Guardian der „Bonebrackers“ schickte erneut einige Schüsse herüber, doch verfehlte wieder. Dermassen ermutigt stürmte nun „Die French Connection“ vor. Einem Heuschreckenschwarm gleich stürzten sich der G 2k II und VHOM auf den C-Type. Dieser konnte zwar einen Sturz VHOMs noch nutzen, um diesem ein wenig den rechten Arm zu lädieren, doch als auch noch Xrahrax drohte näher zu kommen, zog er sich zurück, was ihm, wenn auch nur knapp, gelang, denn wenn er einmal Blut geleckt hat, ist VHOM nur schwer zu stoppen. Die Atempause war jedoch nur von kurzer Dauer.
Die „French Connection“ ordnete sich neu und kam umgehend in den Genuss einer weiteren Angriffswelle der „Bonebrackers“, woraus sich ein heftiger Schlagabtausch entwickelte. Der Guardian der „Bonebrackers“ nahm sich VHOM zur Brust, was in einem schweren Torsotreffer resultierte, doch das ließ man sich nicht gefallen und es folgte das Echo in Form einer dicken Granate von Xrahrax, die den Guardian einige Ausrüstung kostete. Dadurch in Rage gebracht waren die „Bonebrackers“ kaum noch zu halten und wurden gut ausgekontert.
Der Guardian ging mit Xrahrax in den Nahkampf, doch dieser löste sich und realisierte, dass seine Gegner günstig standen, so dass die dicke Granate nicht nur den Guardian, sondern auch den C-Type erwischte. Diesem Angriff fielen einige Schienen des Guardians zum Opfer und der Torso des C-Type wurde in Mitleidenschaft gezogen. Dieser stürmte nun blindlings auf den Plasmoden zu, doch dieser konnte entkommen und setzte seine Angriffe fort. Während VHOM und Hkrkrxar fangen spielten (rangehen – lösen, rangehen – lösen usw.) traf eine weitere Granate und trieb Xrahrax beide Opfer mit einigen weiteren Blessuren in den Wald. Doch auch dort waren sie nicht sicher, wie der C-Type feststellen musste, als er plötzlich Gesellschaft vom Guardian der „French Connectvom Guardian der „French Connectt biss er vorbei und musste einen üblen Treffer im Torso einstecken, der ihm gehörig die Luft raubte. Auf den letzten Drücker gelang es ihm, den Guardian wegzuschubsen, woraufhin es zum Duell der Giganten kam, denn nun Ging der G 2k II der „Bonebrackers“ mit seinem Bruder in den Clinch. Metallteile flogen, Kabel wurden durchtrennt und der „French Guardian“ musste sich unfreiwillig von seiner Klingenhand trennen, was er zur Flucht nutzen wollte, doch sein Zwilling setzte nach.
Währenddessen hatte VHOM Hkrkrxar erwischt und nahm ihn regelrecht auseinander. Zwei Volltreffer im Torso musste er hilflos über sich ergehen lassen, ehe er endlich vom Schnetzelmeister fort kam. Doch dieser fand schnell ein neues Opfer – den Guardian, dessen Teamkollegen wie erstarrt da standen als VHOM ihn k.o. schlug. Dessen Mitstreiter waren geistesgegenwärtig genug, aus der Situation Kapital zu schlagen. Vor allem der „French Guardian“ nahm Rache und versetzte dem reglosen Blechhaufen vier schwere Treffer mit dem Laser, wovon einer die Klingenhand abschnitt. Doch auch Xrahrax war nicht untätig und deckte Hkrkrxar mit Granaten ein, was diesem nicht nur etliche Wunden einbrachte, sondern auch die Schusswaffe raubte.
Jawoll, liebe Leser, ich bin relativ begeistert, denn nun war endlich Musik drin! Dieser Verlauf war eines Finales würdig. Und wieder einmal drängt sich die Frage auf: „Warum geht das nicht von Anfang an so?“. Egal, das Spiel war wie gesagt auf gutem Niveau angelangt.
Allerdings schien es fast, als wollten die „Frenchies“ einen Gang zurückschalten, denn nun schoss der Guardian nur noch Fahrkarten. Doch auch sein Gegenstück war nicht besser (wobei der die bessere Ausrede vorbringen konnte, nach all den Treffern, die er kassiert hatte). Auch VHOM nahm sich eine kleine Auszeit und fiel erst einmal hin, ehe er den Guardian k.o. schlug. Einzig Xrahrax war voll bei der Sache und schickte eine weitere Granate in Richtung Hkrkrxar, welche jedoch abwich und sowohl den Guardian als auch VHOM erwischte (Wenn das mal kein böses Blut gegeben hat.). Zumindest war der Plasmode solidarisch genug, seinem Kameraden im Nahkampf unterstützend zur Hand zu gehen.
Diese Phase der Umorientierung nutzte der C-Type, um sich über VHOM herzumachen, was ihm auch ganz passabel gelang, doch dieser zeigte sich davon ziemlich unbeeindruckt. Einem halbherzigen Versuch, den Cysionen ins Land der Träume zu schicken, der diesen in seiner Laschheit regelrecht verblüffte, folgte kurzer Prozess in Form eines schmerzvollen Echos. Der Guardian der „Bonebrackers“ war mittlerweile wieder fit und nutzte die Gelegenheit. Während VHOM nach dem C-Type schlug schoss er ihm in den Torso, doch dieser zeigte sich unbeeindruckt und klopfte, getreu dem Motto „Wie du mir, so ich dir“, dem G 2k II auf die Brust. Da er das jedoch ein wenig zu fest tat und dabei die eine oder andere wichtige Leitung zerlegte, war dies das Ende des Guardians, der Reif für den Schrottplatz war. Vielleicht war die Vernichtung des Todessterns aber auch reine Taktik gewesen, gewissermaßen ein taktisches Opfer, denn nun nutzte der C-Type die Gunst der Stunde und biss VHOM erst einmal die Splitterweste vom Leib. Dieser war so verdutzt, dass er vorbei schlug und sich einen weiteren Biss fing. Doch Hilfe war ja bereits unterwegs und Xrahrax meldete sich mit einem schönen Treffer auf die Beine des Cysionen im Nahkampf an.
Doch damit nicht genug. Nun wollte auch der „French Guardian“ seinen Spaß und kam ebenfalls in den Nahkampf. Allerdings nahm er die Sache nicht ernst genug und das geplante Schubsen war im ersten Anlauf kaum mehr denn ein Knuffen, was der C-Type mit Gelächter quittierte. Selbst als er geschubst wurde tat er nicht mehr – zumindest bis sich der Guardian eines Besseren besann und ihm kurzerhand in den Torso schoss. Das Echo war jedoch im Vergleich recht dürftig, denn das bischen rumspucken sieht ziemlich mickrig aus im Vergleich zum satten Lichteffekt des Lasers. Wie dem auch sei, dem aufmerksamen Leser wird eines nicht entgangen sein: Was machte eigentlich Hkrkrxar? Die Antwort ist einfach. Ein dummes Gesicht und einen guten Eindruck. Zumindest bis zu diesem Augenblick, denn da entschloss er sich, dem Geschehen etwas näher zu kommen, da es sich endlich auch in sein Hirn vorgearbeitet hatte, dass er nur noch über eine Nahkampfwaffe verfügte.
Leider gilt hier jedoch nicht die Binsenweisheit „Besser spät als nie“, denn in diesem Fall war es eindeutig zu spät, auch wenn der C-Type noch einmal alles gab. Er schubste Xrahrax vor sich her, was dieser sich auch gefallen ließ, doch letztlich stand er auf verlorenem Posten. VHOM mischte sich wieder in das Geschehen und nun begannen die „Frenchies“ mit dem Cysionen zu spielen. VHOM deutete das k.o. nur an, Xrahrax ging und kam dann doch wieder in den Nahkampf. Es war alles andere als Fairplay, auch wenn der C-Type beim Plasmoden noch einmal herzhaft zubiss. Dann folgte jedoch der Auftritt des Guardians als moralisches Gewissen des Teams. Er wollte dem Treiben seiner Kameraden nicht zusehen und so beschloss er, sich nicht zu aktivieren und statt dessen seine Teamkollegen mit seinem Sturm zu Boden zu werfen. Eine echte Knalleraktion, für die ich an dieser Stelle den großen Fearless-Fairplay-Ferdienstorden (FFF) in Gold fordere! Hut ab, vor so viel Gerechtigkeitssinn!
Aber zurück zum Thema. Der C-Type nutzte die se Schützenhilfe, um sich in eine bessere Position zu bringen, doch er war bereits zu erschöpft, als dass er viel hätte reißen können und so blieb die Trefferausbeute, nun ja, nennen wir es einmal „bescheiden“. Verschlimmert wurde das Ganze noch dadurch, dass VHOM jetzt ernst machte und dem Cysionen eine Kostprobe seiner Power gab. Da nutzte es auch nichts mehr, dass Hkrkrxar endlich eingriff und Xrahrax im Nahkampf band, denn ein schlag von VHOM genügte, um das Ende einzuleiten. Mit einem fiesen Grinsen auf den Lippen schickte er den Cysionen schlafen und ging dann aus der Schussbahn, denn der Guardian deckte den Cysionen mit allem ein, was er zu bieten hatte und schickte ihn ins Jenseits. Als er sich dann noch Hkrkrxar zuwenden wollte, war die Bratwurst schon gelutscht, denn Xrahrax hatte ihn bereits mit dem Plasmafeld bekannt gemacht, was die Sache endgültig besiegelte und die „French Connection“ zum ersten Team machte, dass seinen Titel verteidigen konnte.
Alles in allem ein unterhaltsames Spiel, das nach schleppendem Beginn doch recht spannend war und gute Unterhaltung war. Ein Dankeschön an beide Finalteilnehmer, wie auch an alle anderen, die auf der Meisterschaft dabei waren. Es war purer Fun.
Wir sehen uns auf der nächsten Meisterschaft. Euer

        Kurt