Die Imperial Rangers (Markus Boenke) home

 

Das Imperial Ranger Corps ist über die Jahre hinweg zum Inbegriff von Disziplin, Einsatz, Durchschlagskraft und nicht zuletzt Mut geworden. Wer diesem elitären Haufen angehört, der hat es wirklich zu etwas gebracht. Nur die Besten der Besten der Besten sind gerade gut genug für das Corps, für das Himmelfahrtskommandos Sonntagsspaziergänge sind.

So kann man es allerorten in Berichten und Flugblättern nachlesen, doch es ist nicht die ganze Wahrheit...

Gegründet wurde das Corps im Jahre 2503 zu dem Zweck, Krisensituationen zu meistern, welche die Möglichkeiten der regulären Polizeiorgane überschritten. Auf zahlreichen Kolonialwelten war es zu Aufständen und Revolten gekommen. Lokale Rädelsführer scharten Kolonisten um sich und forderten Souveränität. Sie wollten unabhängig sein und nicht von einer Regierung kontrolliert werden, die ihrer Meinung nach zu wenig für sie tat, dafür aber umso weiter entfernt war. Eine Kolonie nach der anderen ließ derartige Forderungen verlauten und die einzige Möglichkeit, der Lage Herr zu werden, bestand darin eine Spezialeinheit zu formen, welche durch gezielte Operationen die „Nervenzentren“ der Revolten lahm legte.

Zu diesem Zwecke wurden die Akten des Militärs nach den zuverlässigsten Soldaten durchforstet. Diese wurden „versetzt“ und in einem eigens dafür errichteten Trainigscamp gewissermaßen im Schnellverfahren ausgebildet. Neben individuellen Spezialisierungen auf verschiedene Waffensysteme wurde vor allem eine intensive taktische Schulung vorgenommen. Das Ziel war es, eine Einheit zu schaffen, die in möglichst kleinen Gruppen operierte, und dabei situationsabhängige, taktische Entscheidungen fällte, anstatt sich an ein festes Schema halten zu müssen. Dass diese Rechnung aufging, zeigte sich bei den folgenden Einsätzen in den aufständischen Kolonien. In kürzester Zeit wurden Rädelsführer und Kommandozellen ausgehoben und eliminiert, wobei die zivilen Verluste nahezu gegen Null gingen – dank der neuartigen und überlegenen Taktiken.
Jener Moment war die Sternstunde des Corps. Durch ihr für Außenstehende todesverachtendes Vorgehen wurden die Ranger innerhalb kürzester Zeit zu echten Sympathieträgern und Heldenfiguren. Doch nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch das Oberkommando der Streitkräfte war beeindruckt und beschloss, das Imperial Ranger Corps auszubauen und als festen Teil der Armee zu etablieren. Es wurden ausführliche Ausbildungspläne erstellt, welche den zweimonatigen „Crash-Kurs“ zu einer sechsmonatigen, vollwertigen Ausbildung heranreifen ließen.
In der Folge gab es für das Corps zahlreiche Gelegenheiten, sich bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten zu beweisen. Als markante Beispiele seien hier nur das Ausheben der terroristischen Vereinigung „Freies Ligobia“, im Jahre 2517 und die Befreiung der Industriellentochter Claudia Lascone aus Erpresserhand im Jahre 2521 genannt. Doch die größten Bewährungsproben standen den Rangern noch bevor und es sollten sich erste Risse im Image auftun. Bis dahin wurden sämtlich Einsätze des Corps vom MND (Militärischer Nachrichtendienst) zu den reinsten „Himmelfahrtskommandos“ aufgebauscht. Die Ranger wurden zu „Halbgöttern in Tarnfarben“ gemacht und zu einem Ideal für die Bevölkerung gemacht.

Dann kam das Jahr 2542, das Jahr, in dem der erste Kontakt zu den Maygonen hergestellt wurde. Umgehend befand sich das Oberkommando in heller Aufregung – eine fremde Rasse, welche scheinbar weit entwickelt war, war zunächst per se ein potentieller Feind. Unter den Streitkräften setzten Truppenverschiebungen ein und erste Pläne wurden erdacht. Zu diesen Plänen gehörte auch der, das Corps seiner ersten echten Herausforderung zu stellen. Es sollten kleine Trupps von maximal drei Mann gebildet und in den maygonischen Raum gesandt werden, um jene Fremden auszukundschaften. Um absolute Sicherheit und Geheimhaltung zu gewährleisten wurde den Auserwählten erst auf dem Flug zum Einsatzort der Auftrag erläutert. Zusätzlich wurden sie unter Vorwänden wie „Urlaub“ oder „Versetzung“ verlegt, um die Aktion selbst vor den übrigen Rangern zu verheimlichen.  Eine Entscheidung mit beinahe fatalen Folgen...  


Fortsetzung folgt