| Bemalung
des Assessoire, altern
Das letzte mal habe ich geschrieben, dass ich die Aufgänge auch
schon farblich gestalten werde, aber dass verkneife ich mir für den
nächsten Teil. In diesem Teil werde ich beschreiben, wie ich den Bunker
‘gealtert’ haben. Da ich schon im Vorfeld auf weiche Übergänge
geachtet habe, sind die nun folgenden Nachbearbeitungen nicht mehr so dramatisch
ausgefallen. Wieder benutze ich einen Retuschierpinsel der Größe
8 und brushe nun die drei Farbtöne, diesmal mit viel weiß, ineinander.
Brushen heißt in diesem Fall - Trockenmalen. Ist dies zur Zufriedenheit
ausgefallen, in meinen Fall hat das ganze eine weitere halbe Stunde gedauert
und mehrere Schichten Farbe abverlangt, kann man sich nun an Details wagen.
Der Modelleur hat bei diesem Bauwerk etliche Einschußlöcher
modelliert und ich habe sie jetzt mit schwarzer Tusche wieder Sichtbar
gemacht. Schwarze Tusche ein wenig verdünnen und dann mit einem spitzen
Pinsel auftragen, das ganze vielleicht zwei bis dreimal hintereinander.
Damit der Beschuß so richtig zur Geltung kommen kann,
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habe ich noch großflächig um die Löcher mit dunkel-
brauner Tusche gearbeitet. Zum Schluß dann noch mit gebrannten Sienna
abgetönt. Gleichzeitig habe ich auch von der Mitte der Schießscharten
nach unten ebenfalls mit Schwarz und gebrannten Sienna gearbeitet, dass
gibt dem Ganzen einen gebrauchten Zustand. Das wollte ich ja auch ganz
genau so haben. Alterungen kann man auch mit Pastellkreide erzielen, aber
ich habe noch keine so große Erfahrung damit und kann deshalb hier
nicht weiter darauf eingehen. Vielleicht werde ich dieses jedoch noch nachholen
- später. Alle silberglänzenden Teile habe ich vorher mit ‘Tin
Bitz’ von Games Workshop bemalt, die einzige Farbe die was taugt und die
ich gerne nehme. Die macht nicht nur Beschlagteile sondern auch Rüstungsteile
interessant, wenn sie dann mit Silber aufgehellt werden, müßt
ihr mal ausprobieren. |
Nachdem auch dies erledigt war, Fummelarbeit im wahrsten Sinne, wendete
ich mich der Kuppel zu. Eine schöne Kuppel, dachte ich. Die könnte
man doch als Glasdach oder Energiespeicher dem Betrachter verkaufen. Ich
hatte mir gedacht, dass sie einen zarten Grünton erhält, deshalb
habe ich sie vorher auch zart grün vorgrundiert. Auf einer weißen
Grundierung, nicht zu dick aufgetragen, kann man schon sehen wo man highlighten
muß. Der höchste Punkt sollte fast weiß erscheinen und
zum Kuppelende dann wieder im Grünton auslaufen. An so etwas kann
man weiche Übergänge üben und erlernen. Da ich das schon
ein wenig kann, dauerte es nicht allzulange und ich hatte das was ich wollte.
Auch hier habe ich ein wenig mit Tusche abgetönt. Zu den Rändern
hin
erst mit
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Blauer, dann mit Karminroter Tusche, dass ergibt nach dem Lackieren
einen schönen Effekt.
Sind nun noch die Türen und die Schriftzeichen an der Reihe. Die
Schriftzeichen habe ich mit blaugrüner Farbe vorgemalt um sie dann
später mit Blaulila aufzuhellen, auch hier gibt das wieder einen schönen
Effekt. Die Türen waren ja schon im Vorfeld von mir bemalt worden
und so brauchte ich nur noch die Beschläge farblich zu gestalten.
Die Bullaugen habe ich rot gemacht und dieses dann mit Gelb ein wenig aufgehellt,
Knöpfe sind in Gelb gehalten worden und die Entlüftungsgitter
in Silber. Fertig. |
Ihr seht das ihr mit den Farben spielen müßt, auf jeden fall
aber müßt ihr Farben mischen, denn so viele verschiedene Farbtöne
in Farbtöpfen gibt es gar nicht, die man braucht um Effekte zu erzielen.
Ruhig mal ausprobieren und ihr werdet merken, daß ihr vielleicht
einfach zu viele Töpfe bei euch zu Hause rumstehen habt.
Das nächste mal sind aber mit Sicherheit die Aufgänge dran.
Bis dahin
Bernd |