Bau des Maygonenbunkers
Teil 4
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Bemalung des Assessoire, altern

Das letzte mal habe ich geschrieben, dass ich die Aufgänge auch schon farblich gestalten werde, aber dass verkneife ich mir für den nächsten Teil. In diesem Teil werde ich beschreiben, wie ich den Bunker ‘gealtert’ haben. Da ich schon im Vorfeld auf weiche Übergänge geachtet habe, sind die nun folgenden Nachbearbeitungen nicht mehr so dramatisch ausgefallen. Wieder benutze ich einen Retuschierpinsel der Größe 8 und brushe nun die drei Farbtöne, diesmal mit viel weiß, ineinander. Brushen  heißt in diesem Fall - Trockenmalen. Ist dies zur Zufriedenheit ausgefallen, in meinen Fall hat das ganze eine weitere halbe Stunde gedauert und mehrere Schichten Farbe abverlangt, kann man sich nun an Details wagen. Der Modelleur hat bei diesem Bauwerk etliche Einschußlöcher modelliert und ich habe sie jetzt mit schwarzer Tusche wieder Sichtbar gemacht. Schwarze Tusche ein wenig verdünnen und dann mit einem spitzen Pinsel auftragen, das ganze vielleicht zwei bis dreimal hintereinander. Damit der Beschuß so richtig zur Geltung kommen kann, 
habe ich noch großflächig um die Löcher mit dunkel- brauner Tusche gearbeitet. Zum Schluß dann noch mit gebrannten Sienna abgetönt. Gleichzeitig habe ich auch von der Mitte der Schießscharten nach unten ebenfalls mit Schwarz und gebrannten Sienna gearbeitet, dass gibt dem Ganzen einen gebrauchten Zustand. Das wollte ich ja auch ganz genau so haben. Alterungen kann man auch mit Pastellkreide erzielen, aber ich habe noch keine so große Erfahrung damit und kann deshalb hier nicht weiter darauf eingehen. Vielleicht werde ich dieses jedoch noch nachholen - später. Alle silberglänzenden Teile habe ich vorher mit ‘Tin Bitz’ von Games Workshop bemalt, die einzige Farbe die was taugt und die ich gerne nehme. Die macht nicht nur Beschlagteile sondern auch Rüstungsteile interessant, wenn sie dann mit Silber aufgehellt werden, müßt ihr mal ausprobieren.
Nachdem auch dies erledigt war, Fummelarbeit im wahrsten Sinne, wendete ich mich der Kuppel zu. Eine schöne Kuppel, dachte ich. Die könnte man doch als Glasdach oder Energiespeicher dem Betrachter verkaufen. Ich hatte mir gedacht, dass sie einen zarten Grünton erhält, deshalb habe ich sie vorher auch zart grün vorgrundiert. Auf einer weißen Grundierung, nicht zu dick aufgetragen, kann man schon sehen wo man highlighten muß. Der höchste Punkt sollte fast weiß erscheinen und zum Kuppelende dann wieder im Grünton auslaufen. An so etwas kann man weiche Übergänge üben und erlernen. Da ich das schon ein wenig kann, dauerte es nicht allzulange und ich hatte das was ich wollte. Auch hier habe ich ein wenig mit Tusche abgetönt. Zu den Rändern hin erst mit 
Blauer, dann mit Karminroter Tusche, dass ergibt nach dem Lackieren einen schönen Effekt. 
Sind nun noch die Türen und die Schriftzeichen an der Reihe. Die Schriftzeichen habe ich mit blaugrüner Farbe vorgemalt um sie dann später mit Blaulila aufzuhellen, auch hier gibt das wieder einen schönen Effekt.  Die Türen waren ja schon im Vorfeld von mir bemalt worden und so brauchte ich nur noch die Beschläge farblich zu gestalten. Die Bullaugen habe ich rot gemacht und dieses dann mit Gelb ein wenig aufgehellt, Knöpfe sind in Gelb gehalten worden und die Entlüftungsgitter in Silber. Fertig.
Ihr seht das ihr mit den Farben spielen müßt, auf jeden fall aber müßt ihr Farben mischen, denn so viele verschiedene Farbtöne in Farbtöpfen gibt es gar nicht, die man braucht um Effekte zu erzielen. Ruhig mal ausprobieren und ihr werdet merken, daß ihr vielleicht einfach zu viele Töpfe bei euch zu Hause rumstehen habt.
Das nächste mal sind aber mit Sicherheit die Aufgänge dran. 
Bis dahin

Bernd