Bau des Maygonenbunkers
Teil 2
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Gestaltung der Umgebung
 
 
Der so aufgeklebte Bunker wird nun auf ein Brett genagelt. Warum? Damit, wenn nun der ‘dreckigste Teil ‘ der ganzen Produktion anläuft,  sich der auf Pappe aufgeklebte Bunker nicht in verschiedenen Höhenstufen davon macht, also wellt. Die Nägel nur leicht ins Holzbrett schlagen, wir wollen sie natürlich wieder entfernen können. Nachdem wir den Bunker also so plaziert haben, können wir ans Werk gehen. 
Zuerst werden wir aber aus einem Modelliermaterial die Türaufgänge herstellen. Da dieser Bunker drei Eingänge -  sprich Türen - besitzt, habe ich vorher in den Untergrund auch drei Aufgänge geschnitten und mit ganz einfachen Schmirgelpapier geglättet. Aus dem Modelliermaterial,
(kein Greenstuff zu teuer, Milliput war hier angesagt - ist übrigens auch über uns zu bekommen), habe ich dann Panzerplatten modelliert. Plattgewalzt und auf die richtigen Stellen aufgedrückt; Mit einem dicken Borstenpinsel Struktur gemacht und mit einem Messer die Panzerplatten ‘gestochen’. Zum Schluß noch mit einem spitzen Gegenstand Nieten imitiert. Als Seitenabschluß habe ich dann noch aus Milliput Steine modelliert. Alles härtet an der Luft von selbst aus und da Milliput beim Aushärten nicht an Masse verliert, gibt es auch keine häßlichen Risse. Ist alles schön hart kann man sich 
nun ein weiteres Material anrühren. Mit Holzleim, Wasser  und ein wenig Sand (meistens aus einem Sandkasten, aber Vorsicht hier kein Katzenklo erwischen) kann man sich eine streichfertige Masse herstellen. Mit dem Pinsel, ein wenig Wasser und ein etwas Geduld kann man jetzt das Gelände rund um den Bunker weiterbauen. Ein paar kleine Steine, die man hier und da noch einkleben und mit dem Gemisch verbinden kann, vielleicht noch ein paar Schieferbrösel um das Gelände zu veredeln. Das so eingeschmierte Geländestück muß nun einige Zeit richtig durchtrocknen. Nun kommen wieder unsere Nägel ins Spiel. Durch die Feuchtigkeit geht Pappe ja gewisser-
maßen  meistens in die Luft, wölbt sich. Da wir aber genagelt haben geht das nun nicht mehr.  Das Geländestück bleibt so gerade. Ist der Sand einmal mit dem Leim hart geworden kann nichts mehr in dieser Hinsicht passieren.  Das Geländestück kann nun vom Brett entfernt werden, Nägel rausziehen und die Pappe darunter ein wenig säubern damit auch alles gut aufliegt.
Nun kann man anfangen, den Bunker farblich zu gestalten. Ich habe mich für eine Tarnbemalung in drei farbnuancen entschieden. Den fertigen Turm habt ihr ja schon begutachten können. Ich male auch hier mit Acrylfarben, meine allzeitgeliebten WACO Farben. Die sind preisgünstig und für mich die besten Farben, die auf dem Markt sind. Ich male auch hier wieder von dunkel nach hell. Also erst einmal den dunklen Farbton wählen. Olivgrün, abgedunkelt mit schwarz, für den Oliventon. Dunkelbraun für den Braunton und  Ocker für den hellen Farbton. Die Türen und die Satellittenschüsseln haben ich in einem Blauschwarz bemalt. Die werden sowieso wie 
der Rest der sogenannten Assessoires ganz zum Schluß bemalt. Die Farben kann man, oder sollte man nun möglichst naß in naß nebeneinander auftragen. Damit sich beim Trocknungsvorgang die  
Farben noch schön vermischen können. Nicht zu dick und nicht zu dünn die Farben auftragen, ein Mittelding sollte es sein. Übung ist da vom Vorteil. Das gleiche macht man nun mit dem Gelände. Farbwahl überlegen und dann die Farbe hier aber wässerig auftragen, schön so, dass die Farben auch ineinander laufen können. Dafür empfehle ich Volltönfarben. Die sind schön billig und lassen sich super gut verarbeiten. Bei dem Sand ist das kein Problem. Für diesen Vorgang und Arbeitsschritt empfiehlt es sich einen größeren Pinsel zu nehmen und keinen 5/0 wie es einige der ‘Kollegen’ gerne machen.
 
Beim nächsten Mal werde ich euch dann erzählen wie ihr nun die Licht und Schatten Akzente setzten könnt.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Nachbauen.