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Geschichte
Duzi 2006
Goldene Duzi
Excalibur
Impressum
Das „Rondo Veneziano“, ein dreidimensionales Bild, dessen mittelalterliche Figuren sich zur Musik bewegten. Doch nicht nur großes, sondern auch kleines hat seinen Reiz (und verlangt Respekt), wie im Jahre 1989 zu sehen war. Dort fand tatsächlich ein gesamtes Dorf, samt Kirche und umliegender Wälder und Wiesen Platz auf einem 5-Mark-Stück.
Den Aufwand, den das Erstellen dieser Szenerie und das bemalen der 2mm „großen“ Figuren bereitet haben muß, kann nur erahnt werden. Doch trotz aller Begeisterung gab es auch immer wieder kritische Stimmen. Schnell wurden Veranstalter, Besucher und Aussteller mit dem Label „Militaristen“ und ihre Passion mit dem Begriff „kriegsverherrlichend“ versehen.
Ein Urteil, das man im Laufe der Jahre glücklicherweise entkräften, wenngleich auch leider nicht ausräumen konnte. Den Freunden dieses Hobbys kommt es auf akribische Originaltreue an, um das Zeitgeschehen möglichst genau wiederzugeben. Die Zinnfigur als solche diente seit jeher zur Darstellung wichtiger Ereignisse und diese waren nunmal vorwiegend militärischer Natur.
Dies erkannten die Besucher dann auch schnell, wenn sie sich zum einen auf Exponate einließen, wie z.B. 1991, als man Geschichte nacherleben konnte (Schlacht bei Lützen, 1632 – 30-jähriger Krieg – Gustav Adolph von Schweden gegen Wallenstein), oder zum anderen ihre Aufmerksamkeit den Tabletops schenkten, bei denen es auf Strategie ankommt und nicht auf das stupide „niedermetzeln“ des Gegners.

Doch diese kleinen Mißtöne hielten sich in Grenzen und konnten nie den Erfolg der Veranstaltung schmälern. Das neugierige Interesse der Besucher sorgte kontinuierlich für gute Stimmung und ließ die Veranstaltung im Jahre 1994 schließlich auf eine Ausstellerzahl von über 50 anwachsen. Hatte es bis dahin noch Zweifel gegeben, so waren diese nun endgültig ausgeräumt. Die „DuZi“ war zu einer festen Institution für Freunde der Zinnfigur geworden und ist es bis Heute noch.
Dieser ungebrochene Enthusiasmus, der stets wieder auch ein nicht unerhebliches Maß an Idealismus erfordert, zeigt sich wohl am eindrucksvollsten in Form des „Projekt: Gettysburg“. Auf der „DuZi“ 1998 fand sich ein Häuflein Begeisterter ein, die den Besuchern mit ihrer Darstellung der Schlacht von Gettysburg schlichtweg fassungsloses Staunen abrangen.
Auf einer 50 qm großen Fläche wurde durch u.a. ca. 120 kg Streumaterial und 350 m verklebte Klebebänder die Grundlage gebildet, um letztlich nicht weniger als 20.000 Miniaturen in dieses Riesenszenario einzusetzen. Eine bis dato unerreichte Leistung. Erst 2003 wurde es getoppt durch das gleiche Diorama aber mit 23.000 Figuren auf 72 m² und einer sichtlich gesteigerten Qualität.