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| Das
„Rondo Veneziano“,
ein dreidimensionales Bild, dessen mittelalterliche Figuren
sich zur Musik bewegten. Doch
nicht nur großes, sondern auch kleines hat seinen Reiz
(und verlangt Respekt), wie im Jahre 1989 zu sehen war.
Dort fand tatsächlich ein gesamtes Dorf, samt Kirche und
umliegender Wälder und Wiesen Platz auf einem 5-Mark-Stück. |
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Den
Aufwand, den das Erstellen dieser Szenerie und das bemalen der
2mm „großen“ Figuren bereitet haben muß, kann nur
erahnt werden.
Doch
trotz aller Begeisterung gab es auch immer wieder kritische
Stimmen. Schnell wurden Veranstalter, Besucher und Aussteller
mit dem Label „Militaristen“
und ihre Passion mit dem Begriff „kriegsverherrlichend“ versehen.
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| Ein
Urteil, das man im Laufe der Jahre glücklicherweise entkräften,
wenngleich auch leider nicht ausräumen konnte.
Den Freunden dieses Hobbys kommt es auf akribische Originaltreue
an, um das Zeitgeschehen möglichst genau wiederzugeben.
Die Zinnfigur als solche diente seit jeher zur Darstellung wichtiger
Ereignisse und diese waren nunmal vorwiegend militärischer
Natur. |
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Dies
erkannten die Besucher dann auch schnell, wenn sie sich zum
einen auf Exponate einließen,
wie z.B. 1991, als man Geschichte nacherleben konnte
(Schlacht
bei Lützen, 1632
–
30-jähriger Krieg – Gustav Adolph von Schweden gegen Wallenstein),
oder
zum anderen ihre Aufmerksamkeit den Tabletops schenkten, bei
denen es auf Strategie ankommt und nicht auf das stupide „niedermetzeln“
des Gegners. |
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Doch
diese kleinen Mißtöne hielten sich in Grenzen und
konnten nie den Erfolg der Veranstaltung schmälern. Das
neugierige Interesse der Besucher sorgte kontinuierlich für
gute Stimmung und ließ die Veranstaltung
im Jahre 1994 schließlich auf eine Ausstellerzahl
von über 50 anwachsen.
Hatte es bis dahin noch Zweifel gegeben, so waren diese nun
endgültig ausgeräumt. Die „DuZi“ war zu einer festen
Institution für Freunde der Zinnfigur geworden und ist
es bis Heute noch. |
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Dieser
ungebrochene Enthusiasmus, der stets wieder auch ein nicht unerhebliches
Maß an Idealismus erfordert, zeigt sich wohl am eindrucksvollsten
in Form des „Projekt: Gettysburg“.
Auf der „DuZi“ 1998 fand sich ein Häuflein Begeisterter
ein, die den Besuchern mit ihrer Darstellung der Schlacht von
Gettysburg schlichtweg fassungsloses Staunen
abrangen. |
| Auf
einer 50 qm großen Fläche wurde durch u.a. ca.
120 kg Streumaterial und 350 m verklebte
Klebebänder die Grundlage gebildet,
um letztlich nicht weniger als 20.000 Miniaturen in dieses Riesenszenario
einzusetzen. Eine bis dato unerreichte Leistung. Erst 2003 wurde
es getoppt durch das gleiche Diorama aber mit 23.000 Figuren
auf 72 m² und einer sichtlich gesteigerten Qualität.
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